Linen/Niedersachsen 1871: Alexander Müller wird geboren. Zahlreiche Gebrechen und Leiden schon in der Kindheit veranlassen ihn – ganz entgegen dem Willen seiner Eltern den Apothekerberuf zu erlernen. 1902 kauft er die Löwen-Apotheke und wird von der heimischen Bevölkerung nur noch der Löwenmüller genannt. Seinen Beruf versteht er nicht in erster Linie als Arzneimittelhändler, sondern vor allem auch als Wissenschaftler.   Mit großer Leidenschaft erforscht er zeit seines Lebens die Ursachen von Krankheiten. Seine Erkenntnisse gab er in Form von Veröffentlichungen und Vorträgen weiter. Besonders intensiv hat er sich mit dem Zusammenhang von Gesundheit und Ernährung befasst. Er entwickelt zwölf spezielle Basensalzmischungen – genannt Sepdelen 1 bis Sepdelen 12, mit denen er unterschiedliche Leiden („Tuberkulose und jede Krankheit“) behandelt. Er nannte diese neue Therapieform „Sepdelenopathie“. Sie leitet sich aus der Erkenntnis ab, dass Nahrung säure- oder basenbildend sein kann und das Verhältnis bei Krankheit nicht ausgeglichen sei, wodurch im Körper Fäulnis entstehe. Die Sepdelenpräparate sollen diese Fäulnisprozesse unterbinden. Nach dem Tod Alexander Müllers 1932 werden die Sepdelene europaweit weiter vertrieben. Die Produktion des letzten Sepdelen Nr. 7 wird Anfang der neunziger Jahre eingestellt.

Quelle:SAJ

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